Für den Erfolg der Transplantation ist auch das richtige Verhalten vor und nach dem Eingriff von Bedeutung. Vor dem Eingriff sollten Patienten auf Folgendes achten:

• Zehn Tage vor der Operation dürfen keine Blutverdünner (beispielsweise Aspirin) mehr eingenommen werden.
• Drei bis vier Tage vor der Operation sollte kein Alkohol mehr getrunken werden.
• Am Tag der Operation selbst ist der Verzicht auf Kaffee ratsam.
• Regelmäßige Medikamenteneinnahme ist mit dem Arzt zu besprechen.
• Haarwuchsmittel sind vor Beginn der Transplantation abzusetzen.

Unmittelbar nach der Haartransplantation ist Folgendes zu beachten:

• Antibiotika und Schmerzmittel müssen nach ärztlicher Anordnung eingenommen werden!

• Die Kopfhaut ist unbedingt vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen! Sonnenbäder, Sauna oder Sonnenstudio sind in der ersten Zeit zu meiden. Gleiches gilt für übermäßige sportliche oder körperliche Betätigung.

• Ein unangenehmes Gefühl beziehungsweise Juckreiz im Bereich der Kopfhaut ist in der ersten Zeit nach der Transplantation normal. Es darf dennoch nicht gekratzt werden. Unter Verwendung schonender Haarwaschmittel ist tägliches Waschen der Haare erlaubt.

Zudem ist folgender Verlauf zu erwarten:

In den ersten Tagen nach der Operation ist es normal, dass sich dort, wo Haare eingesetzt wurden, schorfige Krusten zeigen. Auch eine leichte Schwellung ist völlig normal. Die Schorfkrusten fallen nach einiger Zeit von selbst ab und auch die Schwellung geht von allein zurück.

Zehn Tage nach der OP: Krusten sollten nun nahezu vollständig abgefallen sein. Hautreizungen und Rötungen der Kopfhaut verblassen zunehmend.

Zwei bis sechs Wochen nach der OP: Bei den neu verpflanzten Haaren kommt es fast vollständig zum Ausfall. Dieser ist völlig normal und liegt in einem zeitweisen Sauerstoffmangel begründet, der dazu führt, dass für die betroffenen Haare die Ruhephase beginnt. Der Haarausfall ist allerdings nur temporär.

Drei Monate nach der OP: Es zeigt sich neues Haarwachstum. Zwar sind die ersten Haare noch recht fein und dünn, dennoch lassen erste Teilergebnisse bereits auf das Endresultat schließen. Wachstumsverlauf und Wachstumsgeschwindigkeit des Haares variieren von Patient zu Patient und hängen von verschiedenen individuellen Merkmalen ab.

Fünf bis zehn Monate nach der OP: Das implantierte Haar befindet sich zum überwiegenden Teil in der Wachstumsphase. Dicke, Stärke und strukturelle Festigkeit des Haares nehmen zu. Zudem zeigt sich mit jedem weiteren Monat eine sichtbare Verbesserung.

Zehn bis zwölf Monate nach der OP: Circa 95 Prozent der transplantierten Haare sind nicht nur eingewachsen, sondern auch nachgewachsen. Das Haarbild ist dicht, kräftig und stabil und stellt das Endresultat der Transplantationsbehandlung dar. Verfrühtes oder verspätetes Haarwachstum ist in Einzelfällen möglich.